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Was du beachten solltest!
Was ist vor der neuen Radsaison zu beachten?

 

Wer in den Wintermonaten auf seinen treuen Gefährten verzichten konnte und diesen in seinen trockenen Keller oder in die Wohnung verfrachtet hat, braucht sich einmal um Verschleiß keine Sorgen machen. Dennoch gibt es einiges zu kontrollieren um der kommende Radsaison perfekt genießen zu können.

Was ist beim Frühjahrscheck zu beachten? 

Vorab möchten wir erwähnen, dass dies nur als Hilfestellung dient und wir nicht auf jeden Punkt detailliert eingehen.  Ein Weg zum Fachmann ist meist der schnellere und günstigere Weg, da bei diveresen Reparaturen auch einiges schief gehen kann bzw. für ungeübte es einige Zeit in Anspruch nimmt.

1. Reinigung: Wenn du beim Einwintern verabsäumt hast dein Rad zu reinigen ist es spätestens jetzt an der Zeit dies zu tun, denn an einem sauberen Rad erkennst du schnell einen Defekt. Achte darauf, dass du den Schmutz nicht noch weiter in Bauteile und versteckte Ecken einarbeitest. Hochdruckreiniger sind beim Radputz tabu, sie können Schmutz und Feuchtigkeit in die Lager pressen und diese somit beschädigen.

2. Dichtung einfetten, bewegliche Teile prüfen:

Nachdem das Bike ordentlich geputzt wurde, müssen alle Dichtungen und beweglichen Teile geprüft und gegebenenfalls eingefettet werden.

Dazu gehören der Steuersatz (das Lenkkopflager, in dem sich der Lenker dreht) und die Radnaben.

Wenn man schon Mahlgeräusche hört oder merkt, dass sich die Lager schwergängig drehen, sollte hier unbedingt nachgefettet werden. Das bringt neben einer guten Schmierung auch Korrosionsschutz.

Auch Sattelstützen, also das Rohr, an dem der Sattel montiert ist, können eingefettet werden

ACHTUNG: Der gesamte Vorbau-/Lenkerbereich, Dämpferschrauben, Hinterbauschrauben, Sattelklemmung (Sattelschnellspanner), Carbonsattelstützen und Kurbelschrauben sollten fettfrei bleiben!

3. Lagerspiel am Steuersatz des Lenkers prüfen

Der Steuersatz sollte auf Lagerspiel überprüft werden. Ein Lagerspiel kann zu Wassereinbruch und zu Korrosionsschäden am Steuersatz führen. So prüft man das Lagerspiel am besten:

  • Zuerst die Vorderradbremse ziehen und mit Daumen und Zeigefinger die untere Lagerschale umfassen.

  • Die Finger sollten Steuerrohr und Gabelbrücke berühren.

  • Das Fahrrad hin- und herschieben. Hier würde man ein Lagerspiel feststellen.

ACHTUNG: Bei einem deutlichen Lagerspiel sollte man die untere Lagerschale auf Roststellen prüfen und an der A-Head-Kappe das Spiel beseitigen.

Luftdruck: Ein geringer Druckverlust ist normal und deutet auf keinen Defekt. Gerade nach längeren Stehzeiten fällt einem der Verlust dann auf. Überprüfe daher den Luftdruck von Reifen, Federgabel und Dämpfer und füge gegebenfalls etwas Luft hinzu.

4. Schraubenverbindungen am Fahrrad kontrollieren

Am Bike sind viele Schraubenverbindungen. Diese sollten natürlich auch geprüft werden. Besonders wichtig sind die Schrauben am:

  • Vorbau/Lenker,

  • Bremssattel/Bremsarm,

  • an den Bremsscheiben.

  • Klickpedalfahrer sollten auch die Schrauben an ihren Klicks und die Federspannung prüfen.

VORSICHT: Gerade die Schrauben am Vorbau und den Bremsen sind wirklich sicherheitsrelevant und sollten nur mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden. Die empfohlenen Drehmomente sind entweder direkt am Anbauteil aufgedruckt oder in der Anleitung vermerkt.

5. Laufräder und Reifen prüfen

Zuerst sollten Felgen und Speichen geprüft werden und danach der Reifen. Folgendes beim Check bitte unbedingt beachten:

Die Speichen sollten unbeschädigt und gleich gespannt sein.

  • Natürlich sollten alle Speichen unbeschädigt sein.

  • Die Spannung der Speichen sollte identisch sein.

  • Eine Sichtkontrolle von vorn und hinten reicht aus, um zu prüfen, ob die Felge rund läuft. Falls hier etwas nicht in Ordnung ist, sollte das Laufrad einem Fachmann übergeben werden, damit er es ordentlich ausrichtet.
     

Auch die Reifen werden natürlich beim Fahrrad-Frühjahrscheck gesäubert. Nur so kann man Schäden erkennen:

 

 

Tastet man mit der Hand die Reifenflanke ab, so kann man prüfen, ob der Mantel noch intakt ist.

  • Der Reifengummi sollte auf Schäden untersucht werden – dazu mit der Hand die Reifenflanke abtasten und die Lauffläche begutachten.

  • Das Reifenprofil prüfen. Ist noch genug Profil da? Bei abgefahrenen Reifen nicht zögern, den Mantel zu wechseln.

  • Nach der langen Winterpause sollte man nicht vergessen, seine Reifen wieder ordentlich aufzupumpen!

  • Bei Tubeless-Reifen sollte zusätzlich der Zustand der Dichtmilch geprüft werden, eventuell muss man nachfüllen.

6. Bremsen und Scheibenbremsen prüfen

Als nächstes sollte man beim Frühlingscheck einen genauen Blick auf die Bremsanlage des Bikes werfen:

  • Sitzen die Scheiben noch fest? Einfach an den inneren Verstrebungen der beiden Scheiben rütteln. ACHTUNG: Nie an der äußeren Bremsfläche anfassen, da sonst die fettigen Finger die Bremsleistung stark beeinträchtigen können.

  • Festigkeit des Bremssattels prüfen.

  • Eine Sichtkontrolle in den Bremssattel gibt Aufschluss über den Zustand der Bremsbeläge. Mindestens ein Millimeter auf jeder Seite sollte noch drauf sein.

  • Beim Fahrrad-Frühjahrscheck ist es sinnvoll, die Bremsbeläge auch mal herauszunehmen. So kann man Risse/Beschädigungen oder ungleichmäßige Abnutzung schnell erkennen. In solchen Fall sollten die Beläge natürlich gewechselt werden. VORSICHT: nicht den Sicherheitsbolzen verlieren.
     

  • Laufen die Bremsscheiben rund? Wenn die Bremse schleift, kann es dafür mehrere Gründe geben. Man kann der Bremse erst einmal die Chance geben, sich selbst zu zentrieren – dafür macht man ein paar Bremsungen aus etwa 30 km/h. TIPP: Man kann auch versuchen, den Bremssattel etwas zu lösen. Im Anschluss zieht man den Bremshebel und schraubt den Sattel wieder fest. Das zentriert den Bremssattel in den meisten Fällen.

  • An hydraulischen Bremsen fährt man mit den Fingern den Bremsschlauch nach oben ab und prüft, ob er in Ordnung und dicht ist.

  • Ist der Bremshebel fest und dicht?

  • Ist der Bremsdruck okay? Nun vorne bremsen und das Hinterrad hoch ziehen. Der Bremsgriff wird knapp eine Minute gehalten. Wenn der Bremsdruck merklich nachlässt oder der Hebel sich viel zu weit durchdrücken lässt, sollte man die Bremsanlage entlüften. Dasselbe macht man im Anschluss auch mit der hinteren Bremse.

7. Federgabel/Dämpfer pflegen

Nun sind die Federelemente an der Reihe:

  • Standrohre der Gabel und des Dämpfers mit einem feuchten Tuch abwischen und von Dreck befreien. Besonders die Dichtungen sollten gesäubert werden.

  • Unbedingt alles ordentlich abtrocknen.

  • Mit Pflegemittel, direkt an den Dichtungen einsprühen. ACHTUNG: Unbedingt einen Lappen als Schutz über die vordere Bremsscheibe halten. Allgemein werden für Federgabeln Öl oder andere Schmiermittel nicht empfohlen.

  • Abschließend sollte man paar Mal kräftig einfedern und fertig.
     

8. Federgabel prüfen

In dem Zusammenhang prüft man, ob die Gabel soweit dicht ist.

  • Unten am Regler für die Zugstufe sollte kein Öl austreten.

  • Beim Frühjahrscheck sollte auch der Luftdruck der Federelemente kontrolliert werden.

  • Um die Zugstufe zu checken, muss die Federgabel/Dämpfer richtig eingefedert werden und im Anschluss schlagartig wieder losgelassen werden. Wenn das Vorderrad/Hinterrad beim Ausfedern vom Boden abhebt, muss die Dämpfung erhöht werden.
     

ACHTUNG: Wenn man das Gefühl hat, die Federelemente laufen rau, oder das Ansprechverhalten sehr ruckelig ist, sollte ein gründlicher Service durchgeführt werden.

9. Kette, Kassette und Kettenblätter reinigen, ölen und prüfen

Zeit wird es beim Fahrrad-Frühjahrscheck auch, sich mal in Ruhe die Schaltung und vor allem die Kette und Kassette/Kettenblätter anzusehen. Mit der Zeit sammeln sich hier oft diverse Ölverkrustungen und Schmutzrückstände. Zum Frühlingscheck darf man hier gerne mal intensiv reinigen.
 

ACHTUNG: Auch hier sollte man darauf achten, die Scheibenbremse so abzudecken, dass keine Öl- oder Fettspritzer die hintere Scheibe beschädigen.
 

Die Kette sollte unbedingt gesäubert und wieder neu geölt werden. Man kann dafür auch einen Kettenreiniger nehmen.

ACHTUNG: Keinen Entfetter benutzen. Denn damit geht die Grundschmierung der Kette komplett verloren.

  • Kette mit sauberen Lappen leicht umfassen. Nun zieht man sie einige Male komplett durch den Lappen.

  • Für die Zwischenräume kann eine Zahnbürste genutzt werden. Die Kette sollte sichtbar sauber sein.

  • Es gibt spezielle synthetische Kettenöle zum Einschmieren. Die Kette sollte in einem Durchlauf eingeschmiert werden – das reicht.

  • Abschließend sollte man mit einem Lappen die Kette wieder umfassen und das überschüssige Öl abtragen.

  • An der sauberen Kassette kann man dann die einzelnen Zähne überprüfen. Entdeckt man vermehrt stark abgenutzte Zähne oder haifischflossenartige Formen, sollte man über einen Kassettenwechsel nachdenken.

  • Eine entsprechende Reinigung und Prüfung sollte man natürlich auch vorne an den Kettenblättern vornehmen.

  • Hier muss man nicht zusätzlich ölen, das erledigt die frisch präparierte Kette beim Durchschalten.

10. Schaltung reinigen und prüfen

Die Justierung der Schaltung ist insgesamt eine sehr sensible Worauf man achten sollte:

  • An der Schaltung sollten unbedingt die beiden kleinen Kunststoffzahnräder schmutzfrei sein.

  • Eine Sichtkontrolle von hinten gibt Aufschluss, ob das Schaltauge in Ordnung ist. Das Schaltauge ist die kleine metallische Verbindung zwischen Fahrradrahmen und Schaltung. Wenn es nur leicht verbogen ist, muss es gewechselt werden.

  • Läuft die Schaltung einwandfrei? Die Sichtkontrolle von hinten auf dem größten und dem kleinsten Ritzel gibt eine grobe Antwort. Hier sollte die Schaltung und Kettenführung direkt parallel zum jeweiligen Ritzel verlaufen, sonst muss man nachjustieren.

  • Eine weitere Einstellmöglichkeit bietet die Zugspannung am Schalthebel.

  • Am Umwerfer kann man die Einstellungen entsprechend vornehmen.

Ist dein Winterschlaf vorbei?